Depressionen in der Schwangerschaft: Das solltest Du wissen

Du bist schwanger! In den meisten Fällen eigentlich ein Grund zur Freude. Genau das erwartet in der Regel auch Deine Umgebung von Dir. Doch Dir ist gerade nicht nach Freude. Du bist sogar geradezu unglücklich. Und dass Du Dich so fühlst, macht Dich noch unglücklicher? Damit bist Du nicht allein. Es ist ein Tabuthema, doch viele werdende Mamas erleben Depressionen in der Schwangerschaft. Woran Du sie erkennst, was die Ursachen sind und was Du gegen Schwangerschaftsdepressionen tun kannst, erfährst Du in diesem Artikel.

Stimmungsschwankungen oder Schwangerschaftsdepression?

Erst könntest Du überschäumen vor Glück und im nächsten Moment bricht Du in Tränen aus? Besonders im ersten und letzten Schwangerschaftsdrittel kommen Stimmungsschwankungen sehr häufig vor. Sie zählen gar zu den ersten Anzeichen einer Schwangerschaft. Doch nicht nur in den ersten Wochen der Schwangerschaft sondern auch kurz vor der Geburt können sich starke und weniger starke Stimmungsschwankungen bemerkbar machen.

Stimmungsschwankungen unterscheiden sich von Depressionen in der Schwangerschaft, jedoch sind die Übergänge oft fließend und für Laien schwer erkennbar. Ein Arzt kann anhand eines Fragebogens erkennen, ob es sich um unangenehme, jedoch harmlose Stimmungsschwankungen handelt oder um eine ernstzunehmende Schwangerschaftsdepression.

Anzeichen einer Depression in der Schwangerschaft

Grundsätzlich unterscheidet sich eine Schwangerschaftsdepression nicht von einer normalen Depression. Zusätzlich zu klassischen depressiven Symptomen äußert sich eine Depression in der Schwangerschaft meist durch eine Vernachlässigung der Schwangerschaftsvorsorge. Problematisch an unbehandelten Schwangerschaftsdepressionen ist, dass sich diese auch auf das heranwachsende Baby auswirken können. So kann beispielsweise ein verzögertes Wachstum oder auch eine Frühgeburt auf Depressionen zurückzuführen sein.

Wie werden Schwangerschaftsdepressionen behandelt?

Bei leichten depressiven Verstimmungen in der Schwangerschaft ist eine unterstützende Beratung durch Deine Hebamme oder Deine Frauenärztin meist ausreichend. Wichtig ist, dass Du über Deine Ängste und Sorgen sprichst.

Leidest Du an einer schwereren Depression in der Schwangerschaft, sind hingegen psychotherapeutische Maßnahmen angezeigt. In der Schwangerschaft sind die meisten Medikamente tabu, da sie das ungeborene Kind schädigen können. Welche Medikamente gegebenenfalls zum Einsatz kommen, solltest Du unbedingt mit Deinem Psychotherapeuten und Deiner Frauenärztin abklären.

Wie kann ich Schwangerschaftsdepressionen vorbeugen?

Gänzlich ausschließen kann man eine Depression in der Schwangerschaft nicht. Jedoch kannst Du ihr vorbeugen, indem Du zu jedem Zeitpunkt offen über Deine Gefühle, Deine Ängste und Deine Sorgen sprichst. Suche Dir dafür eine Person Deines Vertrauens. Das kann eine Freundin sein, der Partner, aber auch Deine Hebamme oder Deine Gynäkologin.

Weitere hilfreiche Tipps, um Depressionen in der Schwangerschaft vorzubeugen sind:

  • regelmäßige Bewegung an der frischen Luft und in der Sonne (Vitamin D!)
  • eine ausgewogene, gesunde Ernährung
  • Entspannungstechniken, autogenes Training, Yoga
  • Druck herausnehmen und nicht perfekt sein wollen

Diese Nahrungsmittel sind hilfreich gegen Depressionen in der Schwangerschaft

Die Ernährung wird in der Therapie von Depressionen häufig vernachlässigt. Dennoch spielt sie eine große Rolle bei der Entstehung, im verlauf und für die Behandlung einer Depression. Die folgenden Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel haben nachweislich einen günstigen Einfluss auf Depressionen in der Schwangerschaft:

Wie gehst Du mit Stimmungsschwankungen und Depressionen in der Schwangerschaft um? Teile Deine Erfahrungen mit uns in den Kommentaren.

2 Kommentare

  1. Ein schöner Artikel. Ich bin jetzt in der 10. SSW und habe mit starken Stimmungsschwankungen zu kämpfen. Meine Frauenärztin macht ein Schilddrüsenproblem dafür verantwortlich und hat mir dagegen Tabletten verschrieben.

    1. Liebe Annika, vielen Dank für Deinen Kommentar. Du hast Recht, auch Schilddrüsenprobleme können Verstimmungen verursachen. Ich wünsche Dir, dass die Schilddrüsen-Medikamente Dir helfen und mehr Stabilität geben.

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